Warum habe ich gedacht, ich sei nicht gut genug, um meine kreative Energie zu leben?

Vor ca. 2 Jahren hatte ich einen Schicksalsschlag, der mein Leben veränderte. Glücklicher Weise ist hierbei niemand verletzt worden und außer mir, keiner zu Schaden gekommen.

MBKK, MadeByKandyKate, Katharina Jurgeit, KandyKate

Ich verlor meinen Führerschein.

Das dies der Anfang eines neuen Lebens wurde, war zu diesem Zeitpunkt für mich noch unvorstellbar. Um Dich mal etwas abzuholen, möchte ich Dir kurz beschreiben, in welcher Lebenslage ich steckte:

„Viel zu hilfsbereit“
„Unglücklich im Job“
„Unglücklich verliebt“
„Keine eigenen Interessen“
„Konnte mich nicht mit mir alleine beschäftigen“

Kurz gesagt ich hatte ein Leben, wie es mit Sicherheit ganz viele in meinem Alter führen:

Arbeiten – Couch/TV – Freunde treffen

Hatten meine Freunde keine Zeit oder keine Probleme, um die ich mich kümmern konnte, habe ich mich mit der lieblichen Stimme des Fernsehers betäubt. Im Nachhinein fällt mir auf, dass ich mich sogar immer über das Programm im TV beschwert habe,

"und trotzdem lief täglich die Flimmerkiste."

Nun verlor ich wie gesagt im November 2015 meinen Führerschein und um ihn wieder zu bekommen, musste ich an einem MPU Vorbereitungskurs teilnehmen. Eventuell wirst Du nun langsam neugierig, weshalb ich meinen Lappen verloren habe. Eine Mischung aus legalen und illegalen Substanzen vernebelten mir meinen klaren Verstand und ließen mich entscheiden:

„Ich kann noch super fahren!“

Leider verriet das kleine Gerät der Polizei, dass es absolut nicht mehr so sein konnte. Nun ja, das war nun wirklich nicht mein bester Moment, aber wie gesagt, er veränderte mein Leben zum Positiven, denn als ich in dem MPU Vorbereitungskurs saß,

Das Wort „nein“ habe ich fest in meinen Alltag mit eingebaut, denn ich mache nur noch das, was mir gefällt. Wer damit ein Problem hat, darf das gerne haben, aber mir ist das nun egal. Ich muss nicht gezwungenermaßen von jedem gemocht werden. Und das ist auch gut so. Im Nachhinein bin ich froh, diese harten Erfahrungen in meiner Schulzeit gemacht zuhaben, denn ich bin daran gewachsen und habe fürs Leben gelernt.

„begann ich das erste mal damit, mein Leben zu reflektieren.“

Ich bin auch hier wieder extrem im Zwiespalt, denn ich bin über glücklich, diese erste Selbstreflexion gemacht zu haben. Allerdings wäre auch ok für mich gewesen, keine 750 € dafür zahlen zu müssen.

„Aber gut, wer nicht hören will muss fühlen.“

Und so fühlte sich mein Portemonnaie sehr viel schmaler an. Ich fände es schön, wenn wir solche Dinge, wie sich selbst zu reflektieren oder Meditation, schon in der Schule lernen würden. Ich denke dann wären wir schon etwas reifer, wenn wir als junge Hüpfer die Schule verlassen.

„Lernen wir das richtige in der Schule?“

Jetzt weißt Du auf jeden Fall in was für einer Situation ich war. Durch die Reflexion beim dem MPU Vorbereitungskurs stellte ich fest:

„Mein Konsum hatte einen Grund!“

Dieser war gar nicht so leicht für mich zu finden, denn bei vielen Kursteilnehmern waren es wirkliche Schicksalsschläge, die einen übermäßigen Konsum mit sich brachten. Meist war es einfach der Wunsch nach geistiger Betäubung – was ja mit Alkohol ganz gut funktioniert. Bei mir war es etwas ganz simples und deshalb wahrscheinlich auch etwas schwerer zu finden.

„Schlicht und ergreifend die gute alte Langweile hat mich dazu gebracht, viel mehr zu konsumieren, als mir gut tat."

Das zu verstehen war wie eine Offenbarung. Es fühlte sich gut und scheiße gleichzeitig an, denn das bedeutete, ich habe nicht’s womit ich mich beschäftigen kann! Nach einer kurzen „Trauerphase“ begann ich zu überlegen, was mir Spaß machen könnte. Ich erinnerte mich daran, wie kreativ ich als Kind gewesen war.

„Schon damals habe ich an der Nähmaschine meiner Mutter meine Kleidung verändert.“

Auch Musik hat mir immer sehr viel Freude bereitet. Ich habe sogar mal Klavierunterricht genommen und in einem Chor gesungen. Eigentlich habe ich schon so ziemlich alles mal ausprobiert, denn meiner Mama war es wichtig, dass ich ein Hobby habe. Doch irgendetwas hinderte mich daran, etwas für mich zu finden, wofür ich mich begeistern konnte.

„Irgendwie hielt ich mich in keiner Sache für gut genug.“

Ich denke das eigentliche Problem dahinter ist meine Ungeduld gepaart mit dem Zwang alles perfekt machen zu wollen. Allerdings wird das auch nicht besser, wenn immer wieder etwas neues angefangen wird.

„Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!“

Diesen Satz versuche ich mir immer wieder zu sagen, denn so ist es auch. Ich habe mal irgendwo aufgeschnappt, dass bei einem Talent 20% Begabung und 80% Fleiß dahinter stecken. Das bedeutet für uns:

„Wir können alles erlernen, was wir wollen, wenn wir fleißig genug sind.“

Ich habe begriffen, dass es einzig und allein wir selbst sind, die uns in unserem Kreativen Fluss blockieren. Jeder Mensch kann irgendetwas und interessiert sich für irgendwas. Die Kunst ist es, heraus zu finden WAS?!?!

„Mich hat die Kreativität im Urlaub geküsst.“

Plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen. „Ich will etwas mit Mode machen!“ Jetzt knapp 2 Jahre später, nähe ich für mein Leben gerne und es entstehen viele coole Dinge die ich sogar verkaufe. Es ist zwar nicht so perfekt wie die Massenware, die Du in normalen Geschäft vorfindest, aber das muss es auch nicht.

„Meine Produkte sind genau so wenig perfekt, wie ich es bin. Und das ist gut so!“

Höre auf, dich mit anderen zu vergleichen und selbst alles perfekt machen zu wollen. Das baut nur immer mehr Druck in dir auf.

„Nobody is perfect!“

Ich denke, die Gründe, weshalb ich mich selbst für nicht gut genug gehalten habe, sind keine Besonderheiten. Gerade wir Deutschen neigen dazu alles haargenau und perfektionistisch erledigen zu wollen. Deshalb rate ich dir:

„Keep calm and love what you do and the way you do it.“

ACTION: Ich bin immer auf der Suche nach neuen, kreativen Ideen. Aus diesem Grund freue ich mich sehr, wenn Du mir verrätst, was Du gerne Kreatives erschaffst.

Fühl Dich umarmt.

Deine KandyKate

4 replies on “Warum habe ich gedacht, ich sei nicht gut genug, um meine kreative Energie zu leben?

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.