Die Mitte zwischen Trägheit und Übereifer

Zu viel Ehrgeiz kann vieles erschweren. Dies durfte ich schon relativ schnell in meinem Yogi Dasein erleben. Die eigentlich wohltuenden Übungen für Körper und Geist erweckten den nicht angebrachten Ehrgeiz in mir, immer schneller immer mehr und besser zu werden.

„Dabei geht es beim Yoga absolut nicht darum die Asanas jeden Tag aufs neue besser auszuführen.“

Oder möglichst schnell, so gelenkig zu werden, wie auf den ganzen Yoga Accounts in Instagram. Diese haben mich ca. vor einem halben Jahr extrem motiviert mit dem Yoga zu starten und bestimmte Asanas auszuführen. Einmal angefangen, konnte ich es nicht mehr sein lassen.

„Ich habe mich sogar echt schlecht gefühlt, wenn ich mal einen Tag kein Yoga gemacht habe.“

Gestartet habe ich habe ich mit 10 – 15 minütigen Videos aus YouTube. Es dauerte eine Weile, bis ich jemanden gefunden hatte, mit dem ich auf einer Welle schwinge und der sehr gut die einzelnen Asanas (Yoga Übung) und Pranas (Atemübung) erklärt. Mein Lieblingsaccount ist YOGATX, hier frische ich gleichzeitig auch noch mein Englisch auf. Bei den deutschsprachigen Videos schaue ich gerne die von Mady Morrison.

3 Asanas für den Anfang:

Falls Youtube Videos nichts für dich sind, zeige ich dir die ersten 3 Asanas eines „Einsteiger-Flow“, die du zuhause ausprobieren kannst. Es empfiehlt sich, diesen Flow genannt „Sonnengruß“ am Morgen nach dem Aufstehen zu üben. Ich schreibe extra üben, denn das ist es, ein ständiges Üben und Ausüben – aber bitte nicht überüben! So oder so ähnlich sehen die Asanas bei mir aus. Es empfiehlt sich die einzelnen Asanas und die dazu gehörigen Pransa noch mal nach zu lesen bevor du los legst. Ich habe dir dafür jede Überschrift mit einem Link versehen.

Tadasana – die Berghaltung
Einatmen -> Der Gestreckte Berg - Urdhva Hastasana
Ausatmen –> stehende Vorwärtsbeuge - Uttanasana

Nach ca. 4 Monaten war ich echt drin und habe schon viele Yoga Posen kennengelernt und ausgeübt. Bis dato habe ich mir immer nach dem Aufstehen überlegt, welcher Region ich gerne Aufmerksamkeit schenken möchte und habe mir das passende Video dazu raus gesucht. Nach einer langen Session „Yoga-Posen-auf-Instagram-suchen“ beschloss ich, eine Woche jeden Tag die gleichen Übungen zum Stretchen zu machen. Ich bin zwar schon echt Flexibel, aber ich wollte am liebsten direkt meine Beine mit der Nase berühren können.

Die Woche fing echt super an, ich habe jeden Tag extremen Fortschritt verspürt, doch gegen Ende der Woche hatte ich schon gar keine Lust mehr, diese überhaupt auszuführen. Alleine das, hätte mir eigentlich schon verraten können: Da läuft was schief!

„Bleibe lieber ruhig und gelassen, die Flexibilität kommt von ganz allein.“

Aber nein. Kurz vor Weihnachten erfuhr ich von „Yin Yoga“. Es ist viel mehr eine Art Mediation mit wenigen, dafür aber langen, Stretchposen. Eine dieser Posen habe ich vollkommen unterschätzt und so kam es, dass aus einem leichten Schmerz während der Ausübung eine komplett körperliche Einschränkung wurde. Tage konnte ich nicht richtig laufen, sitzen, liegen oder stehen.

Glücklicherweise war ich zu Weihnachten in einem sehr schönen Romantikhotel in Meissen in dem die wundervolle Heilpraktikerin & Yogalehrerin Beate Heyn mir mein Leiden abnahm. Durch eine Fußreflexzonentherapie konnte sie mir nicht nur die Schmerzen lindern, sondern auch erkennen, dass ich Probleme mit meinem Magen habe, welche auf eine falsche Ernährung zurück zu führen sind.

„Sie erklärte mir, dass Getreide für uns Menschen nur sehr schwer zu verdauen sind und auch die Kerne in vielen Gemüsesorten keine gute Nahrung für uns sei.“

Es war wirklich ein Seegen, dass sie mir begegnete und ich bin sehr dankbar, für all die Hilfe und die guten Tipps. Nähere Infos dazu erfährst du auf Ihrer Seite: www.praxissonnenbogen.de

Nach der Behandlung hieß es für mich 6-8 Wochen im Yoga die Füße still halten oder nur ganz leichte Übungen machen, die mein Becken stabilisieren.

Nun bin ich in der siebten Woche und habe seit zwei Wochen mit kleinen Asanas und eine Mediation im Anschluss angefangen.

Die Kombination aus Yoga und Meditation sorgen dafür, dass ich besser in meinen Körper hinein fühlen kann und somit schneller und genauer herausfinden kann, was mir gut tut und was nicht. In meinem Blog: „Auf der Reise zu mir selbst“ erfährst du noch mehr, über das Zusammenspiel von Yoga und Meditation, Körper und Geist.

Bis jetzt habe ich für mich auf meiner Yoga-Reise gelernt:

  • Es ist falsch, zu sehr auf Äußerliches zu achten
  • Zu viel Ehrgeiz geht nach hinten los
  • Höre auf deinen Körper
  • Finde die Mitte in allem
  • Durch Kontinuität erreicht man seine Ziele
  • Setze dir Ziele
  • Sei mit dem Herz und mit dem Körper bei der Sache
  • Pausen tun gut
  • Mache Pausen

Dies alles herausfinden zu dürfen, nur weil ich in mich hinein spüre ist ein sehr schönes Gefühl. Ich bin überaus dankbar diese Erfahrungen machen zu dürfen und ich lade dich hiermit ein, auch daran Teil zu haben. Ich bin gespannt, was du mir über deine Yoga Erfahrungen berichtest.

Zum Schluss habe ich noch eine tolles, nachhaltiges Yoga Outfit für dich herausgesucht. Viel spaß beim Shoppen und Ausüben.

P.S. Jetzt hab ich aber einiges “negatives” über Instagram abgelassen. Allerdings denke ich, wenn man mit dem SoacialMedia Kanal richtig umgeht, kann es auch sehr viele Vorteile mit sich bringen. Unteranderem diese unglaubliche Vernetzung mit Gleichgesinnten. Das gefällt mir wirklich sehr gut.

Deine KandyKate

4 replies on “Die Mitte zwischen Trägheit und Übereifer

  • Joshua Heine

    Super! Ich weiß nicht, ob es jetzt angebracht ist hier zwei kleine Fehler zu korrigieren aber ich mache es mal trotzdem… es ist ja gut gemeint.
    Folgendes:
    – unter Anderem
    – Gleichgesinnte

    Ansonsten sehr gut geschrieben, vor Allem in dem Aspekt, die Themen so schön miteinander zu verknüpfen.
    Zusätzlich zur Anregung deiner Gedanken würde ich den zu schnell erwünschten Fortschritt nicht als Ehrgeiz Formulieren, denn diese Eigenschaft ist ja etwas Positives. Viel mehr würde ich das als mangelnde Geduld einstufen. Man kann ja auch in gewisser Hinsicht ehrgeizig sein, die Übungen mit Geduld und sauberer Ausführlichkeit zu bewältigen. Dennoch ist klar, was du meinst und schön das du selbst die Ursprünge deiner Rückschläge positiv deutest.

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    • KandyKate

      Hihi, vielen Dank für die Korrektur. Ich bin Dankbar für Verbesserungen und freue mich darüber 🙏🏻

      Auch vielen Dank, dass du mir den Blickwinkel auf die Eigenschaften erweiterst. Und ja das mit der mangelnden Ungeduld ist auf jeden Fall der Fall. Aber wie heißt der Spruch so schön: “Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.” ❤️

      Antworten

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