Vorurteile kreieren falsche Warheiten

Der erst Eindruck ist glücklicher Weise nicht immer der richtige. Das darf ich immer wieder feststellen. Leider sind wir teilweise von heftigen, oft unbewussten Vorurteilen total verstrahlt und lassen vieles erst gar nicht an uns ran. 

Zumindest bei mir bemerke ich das immer wieder und auch in meiner Familie fällt es mir immer wieder auf, das Menschen aufgrund ihrer Handlungen oder ihres Aussehens in Schubladen gesteckt werden.

 


 

Ein schönes Beispiel habe ich letzte Woche erlebt. Ich saß in einem relativ vollen Bus und bemerkte, wie ein Mann verwirrt im Flur stand und Mitmenschen dabei etwas umständlich behinderte, den Bus zu verlassen. Er wirkte auf mich ein wenig unbeholfen und eher verwirrt. Ich dachte mir: „Mensch was stehst du denn hier so verloren und störend rum?“

Kurz darauf war ich wieder in meiner eigenen Gedankenwelt versunken. Als ich später auch aussteigen wollte, bemerkte ich auf dem Weg zur Tür, dass ich auf irgendetwas getreten war und entschuldigte mich sofort. Ich dachte, es sei ein Fuß oder eine Hand und war total geschockt und voller Mitgefühl. Ich drehte mich um und mir fiel auf, dass dieses der Mann war, den ich zuvor beobachtete und automatisch verurteilte. 

Er zog eine Packung Mamba (Kaubonbons) aus seiner Tasche und sagte: „Hier für dich, du hast dich viel mehr erschrocken als ich.“ Im Anschluss half er mir noch, den Richtigen Anschlussbus zu finden und war einfach nur super lieb und aufmerksam. 

Plötzlich hatte ich ein total schlechtes Gewissen, denn ich habe zuvor nicht all zu gute Gedanken für Ihn gehegt. Trotz allem, war ich überaus dankbar dafür, dass mein falsches Vorurteil revidiert werden konnte und ich dadurch mal wieder bemerkte, wie falsch es ist, Menschen aufgrund von ersten Eindrücken in eine Schublade zu stecken.

 

„Denn eines sind wir definitiv ALLE: … Menschen.“

 

Das sollte die einzige Schublade sein in der wir denken. Noch dazu sind wir auf 99% der Erde Ausländer. Das können wir uns bei der aktuellen Lage gerne noch bewusster machen, als es uns eventuell schon ist.

Es ist vollkommen egal, wie wir aussehen, was wir denken, wie wir uns verhalten oder was auch immer. Wir sind alle gleich viel wert! Das ist es, worauf es im Grunde ankommt. Jeder einzelne von uns ist es wert respektiert zu werden.

Unsere Handlungen zeigen keines Wegs wie gut oder schlimm wir sind, sie zeigen lediglich, ob wir uns vorteilhafte oder nachteilige Glaubenssätze aufgebaut haben. Da wir uns die meisten Glaubenssätze als kleine Kinder durch unsere Erziehung und unsere Erlebnisse aufbauen und in unser Unterbewusstsein verankern, kann man dies niemandem verübeln. Näheres dazu findest du in meinem Blog: „Vertraue deinem Körper! Von der Zyste zum inneren Kind.“

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass jemand in seinem tiefsten Innern, gerne etwas schlechtes macht. Die meisten unserer Handlungen sind Schutzstrategien, die auf unseren Glaubenssätzen basieren. Diese spielen sich sofort ab, sobald man sich in irgendeiner Weise angegriffen fühlt.

Bei den jenigen, die schlimme Dinge in ihrer Kindheit erlebt haben, sind die Schutzstrategien natürlich viel krasser und ausgeprägter, als in einer liebevollen und behüteten Kindheit. Nichts desto trotz haben wir alle die ein oder andere „bekloppte“ Strategie, denn wie will ein Kind auch Situationen gut und angebracht einschätzen können.

 

„Wir haben nun mal als Kinder noch nicht die Erfahrungen, 

um Situationen gut und richtig evinschätzen zu können.“

 

“Im Grunde möchte einfach jeder von uns geliebt werden.” Und hier zietiere ich eine gute freundin Su 🙂 Ob groß, klein, dick, dünn, blau oder lila, nett oder griesgrämig jeder von uns möchte liebe erfahren.

Ich denke dies ist etwas, was wir uns im Hinterkopf behalten können, wenn wir das nächste mal beginnen jemanden zu verurteilen und in eine Schublade zu stecken, die sowieso nur in unsren Köpfen existiert. 

Ich möchte dich zu einer kleinen Chellange anregen, die gerne jeden Tag aufs neue gestartet werden kann. Ab jetzt bemühe ich mich, Urteilslos die Menschen um mich herum war zu nehmen. Wie das gehen soll? 

Eine Möglichkeit wäre es, jeden Menschen den man sieht mit den Gedanken zu begrüßen:

 

„Du bist ein Mensch, genau wie ich. Schön das du existierst!“

 

So hast du automatisch einen positiven Bezug zu der jeweiligen Person und es fällt dir schon viel sochwerer, negativ zu urteilen. 

Wer Tag täglich vielen Menschen begegnet, kann auch einfach bei jedem, das Wort „LIEBE“ denken. 

Und bei besonders schweren Fällen, die dich dazu bringen zu schnell zu Urteilen, versuche doch mal etwas an der Person zu finden, dass du toll findest.

Bestimmt werden wir es dadurch schaffen, viele Vorurteile und überhaupt das schnelle Urteilen, abzulegen.

Ich bin schon total gespannt, was du mir über deine Erfahrungen dieser Challange berichten wirst.

Bis dahin wünsche ich dir grenzenlose Liebe und tolle Erfahrungen.

 

Küsschen

Deine KandyKate

 

 

 

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