Liebes Reisetagebuch,

 

heute, Dienstag der 24.07.2018, war ein schöner scheiß Tag. An sich war der Tag wundervoll. Das Wetter war auf jeden fall bombig 💥

Nach dem ich mein Lager im Opfermoor zusammengeräumt hatte ging ich zu ein paar Einheimischen Anglern, die über die nacht auf mein Fahrrad aufpassten. Sie boten mir schon am Abend zuvor ein eigenes Zelt zum schlafen an aber ich wollte allein sein. Deshalb beschloss ich, mit ihnen zu Frühstücken. Aus dem Frühstuck wurde dann noch ein Mittagessen und so verflog die Zeit mal wieder wie im nu. Die Gesellschaft war herrlich lustig und auch informativ. Krasse Bestimmungen gibt es für Angler, das hätte ich nicht gedacht.

Gegen Mittag konnte ich mich dann endlich aufraffen los zu fahren, denn ich hatte zum ersten mal während meiner Reise ein zeitliches Ziel. 90km fahren und nur Zeit bis Mittwoch 15 Uhr. Ich fuhr los und es war auf einmal ein ganz anderes Gefühl, als die Tage zuvor. Plötzlich hatte ich gar keine Lust mehr, in die Pedalen zu treten. Alles wurde anstrengender, dauerte länger und war irgendwie scheiße. Ich überlegte woran das liegen könnte und kam auch schnell dahinter.

„Stress und Zeitdruck nimmt dem Ganzen den Spaß“

Wir leben in einer Gesellschaft in der alles immer besser immer schneller werden muss. Aber genau das, macht uns krank. Ich bin selbst sehr stark befangen in diesem Thema. Meine liebste Omi ist z.B. jemand, bei der alles husch husch geht. Nicht das sie pfuscht, ganz im Gegenteil, sie ist sehr ordentlich, gründlich und auch noch schnell dabei. Klingt eigentlich perfekt. Doch habe ich festgestellt, dass es gar nicht unserer Natur entspricht, alles schnell zu erledigen und möglichst viel zu schaffen. So entspannt wie die letzten Tage war ich glaub ich noch nie, obwohl ich körperlich ständig angestrengt bin. Das liegt daran, dass ich die Zeit außer acht gelassen habe.

Zuhause mache ich mir ständig immer wieder selbst Stress. Ich setzt mir Endzeiten für Dinge die viel mehr Zeit benötigen, packe den Tag von Anfang an zu voll und das nur, weil ich denke, ich mache zu wenig. Was ich jetzt verstehe ist:

„Es geht viel mehr darum was und wie ich es mache und anstatt wie viel.“

In Zukunft möchte ich mir weniger Stress machen und alles etwas gelassener angehen. Bestimmt ist das auch etwas, was du dir zu herzen nehmen könntest, denn:

„Stress ist einer der Hauptauslöser für unsere aktuelle Top Krankheit: Krebs.“

Ich denke du möchtest genau so wie ich, Alt werden und gesund sein. Also lasst uns gemeinsam einen Gang zurück fahren. In unsrem System stimmt etwas ganz gewaltig nicht, denn es erwartet von uns viel zu viel. Vor allem viel zu viel, von dem, dass keinen Spaß macht. Ich denke unsere Aufgabe im Leben ist es, glücklich zu sein. Diesen zustand erreichst du bestimmt leichter ohne stress.

Ich wünsche dir einen gemütlichen Abend.

Küsschen

Deine KandyKate

 

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.