Tag 24-30 – Freundschaften bereichern das Leben

Liebes Reistagebuch,

die ungeplante Woche (09.08.18 – 15.08.18) in Königswinter fühlte sich wie Nachhause kommen an.

Erst das Treffen mit Mohammed an meinem zweiten Ziel (Tag 23 – Ein beeindruckendes Treffen) und im Anschluss lernte ich eine Gruppe alter Schulfreunde kennen, die zu den Semesterferien hier nachhause kamen. Ich spürte die freudigen Emotionen der Gruppe, denn für sie alle war einige Zeit vergangen.

Sie integrierten mich liebevoll in Ihre Gruppe und es fühlte sich fast an, als wäre ich schon ewig, mit dabei gewesen. Das war für mich ein besonderes Erlebnis, denn ich selbst hatte keine schöne Schulzeit, keinen Klassenzusammenhalt und geschweige denn irgendwelche Freundschaften die daraus entstanden sind. Ganz im Gegenteil, ich wollte dort lieber so schnell wie möglich weg.

Die Tage zuvor fragte ich mich:

„Wieso treffe ich so viele coole männliche Wesen, 

aber bis jetzt noch keine Frau die mal so locker und offen ist wie ich.“

Ich habe schon immer mehr mit Jungs „gechillt“ einfach weil sie meist viel unkomplizierter und angenehmer sind als Frauen. In den letzten Jahren habe ich allerdings auch echt ein paar weibliche Goldschätze kennengelernt und möchte sie alle nicht mehr missen!

An meinem zweiten Abend am Steinkreis, Donnerstag den 09.08.18, lernte ich dann Anna kennen. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich natürlich noch nicht welche Ereignisse uns zusammen bringen würden aber im Nachhinein klingt es einfach so, als mussten wir uns kennenlernen.

Da ich mir vorgenommen hatte, am Steinkreis viel Zeit mit mit alleine zu verbringen und ein paar Ketten anzufertigen verbrachte ich den Freitag komplett alleine in meiner Holzhütte und machte Ketten. Schon morgens wurde ich wach und hatte direkt Lust auf das knoten meiner Festivalketten. Dies hielt bis abends an und erfreute mich sehr, denn es ist ein total befriedigendes Gefühl etwas selbst gemachtes im den Händen zu halten. Ich glaube der Ort hat mir sehr viel Kraft gegeben, denn so schöne Ketten habe ich vorher noch nicht angefertigt.

„Ich war platt von meiner eigenen Kreativität.“

Nach drei Nächten am gleichen Platz wurde es mir irgendwie mulmig und ich beschloss einen neuen Schlafplatz zu suchen. Es dauerte nicht lange und ich hatte einen wunderschönen Ort direkt am Rhein. Dort fertigte ich ein Oberteil an, denn Sonntags gab es ein Tagesfestival mit Format B und ich wollte etwas mehr nach Party, als nach Traveller aussehen.

Besagte Party war etwas gewöhnungsbedürftig, denn das Publikum entsprach definitiv nicht dem „gewöhnlichen“ Raver. Hier war hauptsächlich die High Society der Umgebung vorhanden. Nach dem erstem „Schock“ war das natürlich auch ganz egal. Ich komme mit fast jedem zurecht und es war ein Spaß diese Partygemeinschaft zu beobachten und zu erleben.

Später am Abend traf ich hier auch wieder die Truppe vom Steinkreis. Mit Anna redete ich an diesem Abend besonders schön und viel. Dabei stellten wir fest, dass sie bei mir fast um die Ecke Wohnt. Genau genommen in der nahegelegenen Studenten-Stadt Mainz. Zum Abschluss des Abends bestaunten wir alle gemeinsam den wunderschönen Sternenhimmel mit ganz vielen tollen Sternschnuppen.

Aus Gründen der Faulheit suchte ich mir nach der Party dort direkt ein Platz für meine Hängematte. Leider hielt der Schlaf nicht all zu lang an, denn der Regen wollte mich wecken. Viel zu müde wacht ich patsch nass auf. Dies war für mich der Grund ein Hotelzimmer aufzusuchen. Meine liebste Mutti sponserte mir ein Zimmer in einem hammer Hotel direkt in der ausgestorbenen Innenstadt von Königswinter. Von hier aus eroberte ich das Schloss Drachenburg und die höher gelegene Ruine.

Abends Dinierte ich in dem Luxuriösen Restaurant meines Hotels. Noch nie zuvor wurde ich in einem Hotel von so tollen Menschen wie ein Familienmitglied umsorgt. Danke Davìd für diese unglaublich königliche Fürsorglichkeit und einfach Danke für deine Gesellschaft. Ich habe sie genossen!

Für später war ich mit Anna und ihren Freunden verabredet, wusste allerdings noch nicht wann und wo. Während ich meinen ersten Gruß aus der Küche bekam, liefen Anna und Felix an mir vorbei. Ich war baff. Das war ein ganz anderer Ort, als dort, wo wir uns alle kennenlernten und doch liefen wir uns hier über den Weg.

An diesem Abend landetet wir auf einer Dorf Kirmes und ich hatte einen Spaß wie schon lange nicht mehr. Das war wirklich ein sehr außergewöhnliches und lustiges Erlebnis.

Den letzten Abend verbrachten wir bei Felix. Wir kochten gemeinsam und ich zeigte den Mädels wie sie Ihre eigenen Makramee Bänder knüpften. Sie freuten sich so wahnsinnig, dass sie das so schnell umsetzten können und es so toll aussieht. Das wiederum erfreute mich noch viel mehr. Es ist einfach überwältigend jemanden mit so kleinen und einfachen Dingen so sehr zu begeistern und glücklich zu machen.

„Ich denke es sind die kleinen Dinge im Leben, die es Lebenswert machen.“

Eine schöne Zeit in Königswinter geht nun zu Ende und ich bin mir sicher, dass ich hier Menschen getroffen habe, die ich wieder sehen werde!

Ich danke euch, für all die tollen Gefühle die ich bei euch und mit euch hatte.

Möget ihr für immer miteinander verbunden bleiben.

Ganz viel liebe und bis Bald

Küsschen Deine

KandyKate

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